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Abwasser
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Abwasser
in allen anderen Orten des Entsorgungsgebietes des WVND 04881 – 302
 

Trinkwasser
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Wasserversorgung in Zahlen

Mit den nachfolgenden Daten und Erläuterungen möchten wir Sie über die Trinkwasserversorgung in unserem Verbandsgebiet im Sinne des § 46 der Trinkwasserverordnung informieren.

Wasserhärte

Die Wasserhärte beträgt 2,0 mmol/l und entspricht dem mittleren Härtebereich nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz - WRMG). Sie finden die Härteangaben auch auf dem Trinkwasseruntersuchungsergebnis.

Nach § 9 des WRMG sind die Wasserhärtebereiche wie folgt definiert:

weich = weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter,

mittel = 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter,

hart = mehr als 2, 5 Millimol Calciumcarbonat je Liter.

Grundsätzlich sind Konzentrationen der beiden Mineralstoffe Calcium und Magnesium entscheidend für die Wasserhärte. Als Spurenelemente dienen diese dem menschlichen Körper für den Stoffwechsel.

Für unser Trinkwasser aus dem Wasserwerk in Linden ergeben sich folgende Jahresmittelwerte:

Mineral/HärteEinheit202020212022
Calcium[mg/l]707070
Magnesium[mg/l]3,53,53,5
Härte[°dH]111111
Härte[mmol/l]1,91,91,9

Weitere Informationen zur Wasserhärte finden Sie auf YouTube in dem Erklärfilm des Umweltbundesamtes.

Weitere Informationen zur Wirkung von Mineralstoffen und Spurenelementen auf unseren Stoffwechsel finden Sie zum Beispiel auf der Internetseite der Techniker Krankenkasse.

Wasserpreis

Den aktuellen Wasserpreis finden Sie in unserem Tarifrechner.

Empfehlungen zum Umgang mit Trinkwasser

Natürlich wollen wir alle sorgsam mit dem Gebrauch des Trinkwassers umgehen. Dazu gehört auch, dass wir das Wasser zum Beispiel beim Zähneputzen nicht laufen lassen oder den Garten unnötig bewässern. Allerdings sollte aus hygienischen Gründen immer darauf geachtet werden, dass alle Leitungsabschnitte im Haus regelmäßig durchflossen werden. Tolle Informationen zum richtigen Gebrauch des Trinkwassers finden Sie auch in der Information des Umweltbundesamtes Trink was – Trinkwasser aus dem Hahn.

Noch mehr Informationen rund um das Thema Trinkwasser finden Sie in dem UBA-Ratgeber Rund um das Trinkwasser aus dem Jahr 2016.

Auswahl von Materialien im Kontakt mit Trinkwasser

Weitere Informationen zur Auswahl von Materialien im Kontakt mit Trinkwasser hierzu finden Sie auf unserer Unterseite.

Geschichtliches

  • 1951 Gründung des Wasserbeschaffungsverbandes Norderdithmarschen
  • 1953 Bau des Wasserwerkes Linden
  • 1974 Erweiterung des Wasserwerkes
  • 2001 Umbenennung in Wasserverband Norderdithmarschen
  • 2020 Bau des neuen Wasserwerks in Linden

Eigentumsstruktur des Wasserverbandes

Der Wasserverband Norderdithmarschen (WVND) ist als Wasser- und Bodenverband im Sinne des Wasserverbandsgesetzes gegründet worden. Er ist damit eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Mitglieder sind die 78 Gemeinden als kooperative Mitglieder. Weitere Eigentümer oder Anteilseigner an dem WVND gibt es nicht.

Versorgungsgebiet

61 Gemeinden in den Kreisen Dithmarschen und Nordfriesland mit rd. 42.500 Einwohnern werden mit Trinkwasser aus unserem Wasserwerk in Linden versorgt. Einen Überblick auf unser Versorgungsgebiet erhalten Sie auf einer weiteren Unterseite.

Größe des Versorgungsnetzes

Das Versorgungsnetz besteht aus 770 km Hauptversorgungsleitungen sowie 600 km Hausanschlussleitungen. Dabei werden ca. 18.000 Hausanschlüsse und ca. 350 Freilandanschlüsse mit Wasser versorgt.

Zusätzlich sind 3.000 Hydranten für Feuerlöschzwecke sowie 3.200 Schieber zu unterhalten und zu warten.

Wassergewinnung und Aufbereitung

Aus acht Förderbrunnen (47-92 m) wird Rohwasser gefördert, welches im Wasserwerk Linden zu Trinkwasser aufbereitet wird.

Das Rohwasser wir mit Sauerstoff angereichert, damit im Grundwasser natürlich enthaltenes Eisen und Mangan oxidiert und im Anschluss in den 8 Kiesfiltern zurückgehalten wird. Dadurch bleiben Waschbecken und Badewannen weiß. Nach der Filtration wird gefilterte Außenluft durch das Wasser gedrückt, um überschüssiges Kohlendioxid aus dem Wasser auszutreiben. Damit wird der pH-Wert auf 7,8 angehoben, was einen sicheren Einsatz von Kupferleitungen in der Trinkwasser-Installation zulässt.

Eine weitergehende Wasseraufbereitung inklusive einer Desinfektion ist nicht notwendig und findet auch nicht statt.

Reinwasserbehälter

4 Reinwasserbehälter mit insgesamt 7.600 m³ Inhalt stehen zur Abdeckung plötzlicher Spitzenverbräuche zur Verfügung und ermöglichen einen wirtschaftlichen Betrieb des Werkes.

Reinwasserpumpen

5 Reinwasser-Hochdruckkreiselpumpen von 150-1.600 m³ Leistung pro Stunde drücken die im Verbandsgebiet benötigten Wassermengen in das Versorgungsnetz. Mit dem neuen Wasserwerk werden es 6 Reinwasserpumpen sein.

Ein Notstrom-Dieselaggregat von 800 KVA sorgt bei Stromausfall für dauernde Betriebsbereitschaft.

Tagesabgabe bzw. jährliche Abgabe

Bei einer durchschnittlichen Tagesabgabe von ca. 9.500 m³ werden jährlich rund 3,5 Millionen Kubikmeter aufbereitetes Trinkwasser in das Versorgungsnetz abgegeben.

Qualitätskontrolle

Insgesamt werden im Trinkwasser 103 Einzelparameter untersucht. Dabei wird eine „große“ chemische Untersuchung 4-mal im Jahr durchgeführt. Bakteriologische Untersuchungen verteilt im Versorgungsnetz finden monatlich statt. Das Rohwasser der 8 Förderbrunnen wird 2-mal im Jahr untersucht.

In den Jahren 2016 und 2017 wurde das Trinkwasser am Werksausgang auch auf die beiden radioaktiven Parameter Radon und Gesamt-alpha-Aktivität untersucht. Dabei lagen die Werte in einem so geringen Hintergrundbereich, dass keine weiteren Untersuchungen im Trinkwasser vorgeschrieben sind.

Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus haben wir in den Jahren 2021/22 auch Arzneimittelrückstände und PFAS in unseren Brunnen untersucht. Auch hier können wir Entwarnung geben. Derzeit ist unser Grundwasser frei von diesen Substanzen.

Die aktuellen Trinkwasseruntersuchungsergebnisse finden Sie auf einer weiteren Unterseite.

Kennzahlen zur Wasserversorgung

KennzahlEinheit20182019202020212022
Trinkwasserverkauf[mio m3/a]3,573,283,433,263,44
Länge Hauptleitungen[km]744744765767780
Länge Hausanschlüsse[km]60710615161620
Anzahl Hausanschlüsse[Stück]17.96518.04918.03618.13318.273
Energieverbrauch pro Person[kWh/Pers]4639424241
Energieverbrauch pro m3[kWh/m3]0,610,520,550,570,55
täglicher Wassergebraucha[l/Pers*d]209205208201204
Bundesdurchschnitt[l/Pers*d]123123123123123
Kostenb[€/m3]1,371,381,371,631,99
Jahreskosten pro Personc[€/Pers*a]104103104120148
Leckageindex (ILI)d-0,900,830,810,930,52

a Der tägliche Wassergebrauch pro Person wird errechnet aus der an Hausanschlüsse verkauften Wassermenge geteilt durch die gemeldete Personenanzahl der versorgten Städte und Gemeinden. Damit beinhaltet die Zahl auch den Wasserverbrauch der Touristen und der Landwirtschaft. Dabei werden ca. 60% des Trinkwassers von den Einwohnern der Mitgliedsgemeinden verbraucht, 30% von der Landwirtschaft und 10% vom Tourismus.

b Die Kosten beinhalten sowohl die verbrauchsabhängigen als auch die fixen Grundkosten und 7% Mehrwertsteuer. Damit kostet 1 Liter Trinkwasser frei Haus geliefert unter 0,2 Cent brutto.

c Die Jahresgesamtkosten pro versorgtem Einwohner inklusive 7% Mehrwertsteuer.

d Der Leckageindex wird nach dem technischen Regelwerk DVGW W 392 ermittelt. Werte kleiner 2 werden als geringe Wasserverluste eingestuft.

Risikomanagement

Die Risikoanalyse vom Einzugsgebiet über die Rohwasserförderung und Aufbereitung, der Speicherung und Verteilung des Reinwassers bis in die Trinkwasser-Installation ergibt, dass mit insgesamt 93 von 270 möglichen Punkten in 30 unterschiedlichen Kategorien die Gefährdung der Wasserversorgung des Wasserverbandes Norderdithmarschen im unteren Drittel des maximal möglichen Gefährdungspotentials liegt. Lässt man den Bereich der Trinkwasser-Installation außen vor, dann sind es 77 von maximal 243 Punkten. Eine weitere Verbesserung wird es nach dem Neubau des Wasserwerks mit entsprechender einzelner Rohwassereinspeisungen geben. Eine kontinuierliche Überprüfung der Einflussfaktoren erfolgt zum einen durch die regelmäßigen Begehungen der Vorfeldmessstellen und Förderbrunnen im Rahmen der routinemäßigen Beprobungen sowie durch die monatliche Beprobung der Trinkwasserqualität am Wasserwerksausgang und im Versorgungsnetz. Das Rohrnetz wird betriebstäglich durch die Rohrnetzmitarbeiter überwacht.

Den gesamten Bericht zum Risikomanagement können Sie sich jetzt als PDF anschauen.