Warum ist mein Wasser manchmal braun?

Warum kommt hin und wieder braun gefärbtes Trinkwasser aus den Leitungen? Diese Frage wird immer wieder an den Wasserverband gerichtet. Die Wasserzeitung erkundigte sich:

Braun gefärbtes, getrübtes Wasser kann im Prinzip drei Ursachen haben – den Rohrbruch, einen Feuerwehreinsatz oder auch die Netzspülung. Immer dann also, wenn sich die normale Fließrichtung in den Leitungen ändert, dies ist mitunter beim Rohrbruch der Fall, oder aber sich die Fließgeschwindigkeit in den Leitungen extrem erhöht, wenn beispielsweise die Feuerwehr für die Brandbekämpfung viel Wasser aus dem Netz zieht, können in den Rohren befindliche Eisenund Manganablagerungen mitgespült werden.

Die dritte Möglichkeit stellt die Rohrnetzspülung dar: Sie ist unverzichtbares Instrument zur Pflege der Trinkwasserleitungen. Mittels dieser Spülungen sichert der Wasserverband nachhaltig die Qualität des Trinkwassers. Denn: Natürliche Ablagerungen im Mikrogrammbereich setzen sich im Laufe der Zeit in den Leitungen fest. Wenn sie dort nicht „weggeputzt“ werden, könnten sich die Trübungen verstärken. Deshalb spülen wir unser 750 km langes Netz im festgelegten Turnus. Die betroffenen Haushalte werden durch die Tagespresse rechtzeitig über den Zeitpunkt der Spülungen informiert.

Diese Spülungen werden ohne jegliche Zusätze auf natürlichem Weg durchgeführt. Hierbei machen wir uns die Kraft des Wassers zunutze. Durch Erhöhung der Fließgeschwindigkeit und Umkehr der Fließrichtung werden die Ablagerungen gelöst und durch unsere Fachleute kontrolliert in Gräben eingeleitet. Manchmal gelangt das aufgewirbelte Wasser allerdings bis zum Kunden. So unangenehm solche Trübungen sind, das Wasser ist nach wie vor gesundheitlich völlig unbedenklich, da es sich um natürliche Bestandteile des Trinkwassers handelt. Lassen Sie das Wasser ganz einfach kurz ablaufen.

Dem Frost Steine in den Weg legen

Dem Frost Steine in den Weg legen

Im Winter sind die Hausanschlüsse im Leitungsnetz kritische Punkte, die vor Frost geschützt sein sollten. Da gibt es allerlei ganz einfache Tipps und Tricks, um Wasserzähler und Leitungen winterfest zu machen. Rohrnetzmeister Harald Brückner hat einige parat. Zwar sei die letzte große Frostperiode 1996 gewesen, dennoch schade es nichts, folgende, einfache Hinweise zu beachten:

  • Überprüfen Sie die Räume, in denen Wasserzähler installiert sind. Erneuern Sie gegebenenfalls schadhafte Fensterscheiben!
  • Die nicht benötigten Wasserleitungen stellen Sie am besten während des gesamten Winters ab und entleeren sie!
  • Hüllen Sie freiliegende Leitungen, Zapfständer und Wasserzähler mit Isoliermaterial ein!
  • Bei eingefrorenen Leitungen versuchen Sie bitte nicht, diese allein wieder aufzutauen, sondern beauftragen Sie einen Fachmann!
  • Achten Sie auch bei nicht bewohnten Neubauten auf Wasserzähler und -leitungen!

Auch bei Abwasserleitungen können Sie vorsorgen. Hier können zum Beispiel Schachtdeckel mit Isoliermaterial gesichert werden. Sollten Sie trotz allem Probleme haben, benachrichtigen Sie bitte den Bereitschaftsdienst des WVND.

Mit einfachen Handgriffen Abwasserfracht reduzieren

Einfache Handgriffe mit großer Wirkung. Fett lässt sich reduzieren, wenn Sie Bratpfannen einfach mit einem Küchentuch vorreinigen.
Einfache Handgriffe mit großer Wirkung. Fett lässt sich reduzieren, wenn Sie Bratpfannen einfach mit einem Küchentuch vorreinigen.

Geruchsprobleme, verschmutzte Kanäle, belastete Kläranlagen, Rattenplage, das alles kann über das Abwasser entsorgtes Fett verursachen. Dabei können Hausfrau und -mann diesen Problemen, die sich letztlich auch finanziell auswirken, schon ganz am Anfang vorbeugen.

Getreu dem Motto "aus den Augen aus dem Sinn" landen Ölreste, Bratenfett und Marinade leider vielfach per Waschbecken oder Toilette im Abwasser. "Da haben sie nichts zu suchen", appelliert Verbandsingenieur Bernd Masannek an die Kunden. Er empfiehlt: "Einfach Töpfe und Pfannen mit einem Haushaltstuch vorreinigen; Flüssigkeitsreste können in einem Becher aufgefangen werden und dann mit dem Hausmüll entsorgt werden. Essensreste bitte in die Bio-Tonne, nicht ins Abwasser." Denn dort wirken sie als bestes Naschwerk für Ratten. Der Verband muss den Krankheitsüberträgern und unbeliebten Nagern gern knabbern sie auch an der sensiblen Elektronik in Schaltschränken ? dann mit Fallen und Gift nachstellen. Kosten, die der Verband natürlich gern einsparen würde. Neben Ungeziefer ist Fett im Abwasser aber auch gefährlich für die Kanäle, die es angreift. Pumpen können verstopfen. In den Kläranlagen schließlich könne das Fett nur durch hohen technischen und somit auch hohen finanziellen Aufwand beseitigt werden. Masannek ergänzt, dass auch andere Verunreinigungen im Abwasser unerwünscht sind. Windeln, Lappen, Unterhosen, Pullover, Strumpfhosen und Hygieneartikel ? alles schon in den Anlagen gefunden haben dort nichts zu suchen.

Schließlich lässt sich vereinfacht sagen: "Wer sich selbst für stabile Abwasserpreise einsetzen will, kann im Haushalt eine ganze Menge dafür tun!"