Abwasserbeseitigung

Geschichtliches

  • 2002: Aufgabenerweiterung um Abwasserbeseitigung
  • 2003: Übernahme der Abwasserbeseitigung in den ersten Mitgliedsgemeinden (Hollingstedt und Barkenholm)

Entsorgungsgebiet

38 Gemeinden in den Kreisen Dithmarschen, Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg.

Größe des Entsorgungsnetzes

550 km langes Entsorgungsnetz DN 100 bis DN 600 (Schmutz-, Misch- und Regenwasserkanäle sowie Druckleitungen) und 485 Pumpstationen.

Zurzeit reinigt der WV Norderdithmarschen von ca. 12.500 und 33.500 Menschen Hausanschlüssen das Abwasser.

 

Standorte

  • 7 technische Kläranlagen in:
    Büsum, Wesselburen, Hennstedt, Friedrichstadt, Lohe-Föhrden, Hamdorf und Erfde
     
  • 11 Klärteichanlagen in:
    Linden, Schalkholz, Süderheistedt, Gaushorn, Wiemerstedt, Kleve, Hollingstedt, Barkenholm, Bergenhusen, Bargstall und Elsdorf-Westermühlen
     
  • 4 Gebietskläranlagen in:
    Karolinenkoog, Reinsbüttel, Oesterdeichstrich und Süderdorf
     
  • Reinigungsleistung: 1,7 mio m³ Schmutzwasser jährlich

Übersicht der Gemeinden

Folgende Mitgliedsgemeinden/-städte haben die Abwasserbeseitigungsaufgabe auf den Wasserverband Norderdithmarschen übertragen:

  • Barkenholm
  • Hollingstedt
  • Wesselburen
  • Süderdeich
  • Friedrichstadt
  • Koldenbüttel
  • Seeth
  • Drage
  • Erfde
  • Bergenhusen
  • Linden
  • Kleve
  • Hennstedt
  • Fedderingen
  • Wiemerstedt
  • Gaushorn
  • Büsumer Deichhausen
  • Westerdeichstrich
  • Oesterdeichstrich
  • Christiansholm
  • Königshügel
  • Friedrichsholm
  • Hohn
  • Sophienhamm
  • Lohe-Föhrden
  • Elsdorf-Westermühlen
  • Bargstall
  • Hamdorf
  • Breiholz
  • Süderheistedt
  • Prinzenmoor
  • Friedrichsgraben
  • Schalkholz
  • Süderdorf
  • Karolinenkoog
  • Büsum
  • Reinsbüttel
  • Norddeich

Saubere Lösung für Gemeinden

Im Jahr 2001 machte die Schleswig-Holsteiner Landesregierung mit der Änderung des Landeswassergesetzes den Weg frei für diese Entwicklung. Nun ist es den Gemeinden möglich, die hoheitliche Aufgabe abzugeben. Angesichts der umfangreichen technischen, organisatorischen, personellen und letztlich finanziellen Anforderungen, die stetig wachsen, wird es für viele Gemeinden immer schwieriger, die Abwasseraufgabe entsprechend der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu erfüllen.

Über den Kirchturm hinausblicken

So ähnlich erklärt auch der Hohner Bürgermeister Bernd Müller seine Beweggründe für den Beitritt der Gemeinde im Januar 2008. "Die Abwasserentsorgung ist so komplex geworden, dass man sich ihr ganz und gar widmen muss oder sie aber abgibt. Besonders die vorgesteckten Richtlinien durch die Selbstüberwachungsverordnung sind von einem Einzelbetreiber nicht mehr einzuhalten." Er hielt einen Zusammenschluss für die beste Lösung und bedauert, dass sie es in seiner Region nicht zu einem eigenen Verband gebracht haben. "Das Kirchturmdenken bei manchen ist noch zu groß", spricht er aus seiner Erfahrung. Mit dem WVND habe er aber einen sehr gut aufgestellten Verband gefunden, der in Plänen und Kalkulationen überzeugen konnte. Denn als erfahrener Kaufmann ist der Hohner Bürgermeister überzeugt, dass der Abwasserbetrieb nur in großem Rahmen wirtschaftlich vertretbar ist. Angst, dass die Gemeinde bei einer Aufgabenübertragung ihr Mitspracherecht verliere, hat er nicht: "Wir können uns über die Verbandsversammlung voll einbringen."